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Malt, Grain oder Blended. Insbesondere die Altersangaben für den jeweiligen Inhalt der Flaschen differieren erheblich. Ab drei Jahren Alter scheint es nach oben bis zu über zwanzig Jahren keine Grenzen zu geben. Allerdings dann auch nicht für den Preis des betreffenden Produktes. Schlagwortartig: Je älter das Getränk, desto aufwändiger die Verpackung und höher der Preis.
Gleiche Verwirrung mag der Betrachter der zahlreichen Küchenshows auf fast allen deutschen Fernsehkanälen erleben, wenn er die vielen fremdländischen Zutaten sieht, mittels derer Mutters „gute deutsche Küche“ veredelt wird. Trotz aller Verfeinerungen, Fakt ist und bleibt: Jeder Koch, hat er auch noch so viele Sterne, kocht mit Wasser. Und Wasser ist auch der notwendige Grundstoff für jeden Whisk(e)y! Nur auf die Art der Zubereitung kommt es halt an.
Die Verwandlung von Wasser zu Whisk(e)y ist wohl nicht den Schotten zuzuschreiben. Wahrscheinlich haben die
Iren die Rezeptur erfunden und sie bei der Besiedelung der schottischen Westküste mitgebracht. Warum auf der kurzen Fahrt über die Irische See ein „e“ des Getränkenamens über Bord gegangen ist, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben. In der gälischen Muttersprache von Irland und folglich auch Schottland heißt der Whisk(e)y einheitlich „Uisge beatha“, in der wörtlichen Übersetzung „Wasser des Lebens“.
Unbekannt ist ferner, wann das Getränk erfunden worden ist. Fest steht, dass Whisk(e)y sowohl in Irland als auch in Schottland seit vielen Jahrhunderten destilliert wird. Ohne entsprechende Lizenzierung durch staatliche Stellen handelte es sich aus heutiger Sicht durchweg um Schwarzbrände, die über gefährliche Schmugglerwege vertrieben wurden. In Schottland sind noch mehrere dieser Wege bekannt. Die hierzu überlieferten Schmuggler-Geschichten sind äußerst spannend und abenteuerlich.
Heute nimmt die „Old Bushmills Distillery“, im gleichnamigen Bushmills an der Nordküste Nordirlands im County Antrim gelegen, für sich in Anspruch, mit dem Gründungsjahr 1608 die älteste lizenzierte Destillerie der Welt zu sein. Zum 400. Firmenjubiläum im Jahre 2008 wurde eine limitierte Sonderauflage eines extra entwickelten Whiskeys unter dem Label „1608“ auf den Markt gebracht. Angeblich soll es sich bei der Lizenzgeschichte um einen guten Marketing-Trick handeln. Old Bushmills verfügt über keinerlei Beweise für eine Lizenzierung aus dem Jahre 1608. Historisch überliefert ist, dass der englische König James I. um das Jahr 1608 herum durch seinen irischen Gouverneur Thomas Phillipps Brennlizenzen für mehrere Regionen, unter anderem auch den County Antrim, erteilen ließ. Nicht Bushmills, sondern der Ort Colraine soll in einer der Lizenzen ausdrücklich benannt sein. Die in diesem Ort betriebene Destillerie gleichen Namens ist längst geschlossen. Old Bushmills produzierte und vertrieb
über viele Jahre – vorsichtshalber? – unter dem Label Colraine einen Blend-Whiskey. Aus der heutigen Produktpalette ist der Colraine verschwunden. Für Old Bushmills nachgewiesen ist das Gründungsdatum 1784 mit der Marke Old Glynn Bush. Damit ist Bushmills immerhin die älteste Brennerei Irlands, die bis zum heutigen Tage ununterbrochen in Betrieb ist.
Die Legalisierung des Whisky-Brandes in Schottland erfolgte erst im Jahre 1823. König Georg IV. verlangte anlässlich eines Besuches in Edinburgh 1822 ausdrücklich einen Glenlivet, wissend, dass es sich hierbei um einen schwarz gebrannten Whisky handelte. Selber auf den Geschmack des Getränkes gekommen, erteilte er im folgenden Jahr die ersten Lizenzen für schottische Whiskybrennereien.
Historisch überliefert ist die Grundrezeptur des „Lebenswassers“. Allein aus dem Zeitumstand der Erfindung des Getränks vor vielen
Der unscheinbare Eingang zur Welt des Whiskys,
zum Whisky-Museum in Edinburgh
Old Bushmills 1608 -
ein kleiner Vorrat des Jubiläums-Blended
Old Bushmills Distillery in Nordirland,
angeblich mit Wurzeln im Jahre 1608
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