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vom Service, die Ostseecharme und ungarisches Temperament vermischt, weiß, was sie anbietet: ein stimmiges Dinner, dem nur noch die Crème Brulée als Abschluss fehlt. Die kommt, je nach Jahreszeit, mit frischen Beeren daher.
Die Atmosphäre ist lebhaft, der Übergang zur Vinothek offen; das sanfte Blubb eines Korkens ist wahrlich keine unangenehme Geräuschkulisse – ebenso wenig wie das Pfannenbrutzeln, das der Gutmann mit der weißen Mütze aus der angrenzenden, halb offenen Küche bisweilen hören lässt. Schade, dass am Abend die Beleuchtung der Gaststube allzu neonfahl ist und die Gemütlichkeit einer Riesenwohnküche modernen Stils wieder verschluckt. Diesen Fauxpas machen auch hübsche Accessoires wie ein mit Weinfassdalben bewehrter Spiegel nur schwer wieder wett. Wer nach draußen wechselt, wird mit Sonnenmarkise über sich und bequemen Rattan-Imitaten unter sich belohnt, nicht allerdings mit fulminanter Ostsee-Aussicht – das Parkhotel liegt in zweiter
Reihe und tritt somit auch in puncto Aussicht hinter der großen Schwester ins zweite Glied.
Wer aber einen Abend in Warnemünde als Auftakt zu seiner Kreuzfahrt nutzt – ganz gleich, ob er nun bei Hübners wohnt oder nicht – findet im Gutmannsdörfer bei geradezu liebevoller Aufmerksamkeit die richtige Einstimmung aufs Bordleben. Und für echte Schiffsfans ein Tipp: Verlassen Sie das Restaurant durch das Hotelfoyer. Die riesige Luftaufnahme an der Wand, die der legendären QUEEN ELIZABETH 2 geradewegs in den Schornstein schaut, ist ein echter Hingucker.
„Offenes Verhältnis“: Auf der einen Seite Vinothek...
... auf der anderen Restaurant
Hingucker im Foyer: die QUEEN ELIZABETH 2
Beachtlicher Weinkeller im Gutmannsdörfer
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