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Reederei und Werft für die Innenausstattung bei der Papenburger Meyer Werft aktiv war, wechselte er zum schwedischen Architekten Tilberg. Schon bald wurde ihm die Verantwortung für zwei Projekte in Japan anvertraut. Aber bald stellte sich heraus, dass es in Schweden zu wenig Aufträge gab. Zurück in Hamburg, fing Bunge an, Innenarchitekten und Werftleute um sich zu sammeln, um so ein leistungsstarkes Team aufzubauen. Darunter war auch Siegfried Schindler, dessen Laufbahn 1979 bei der Kieler HDW begonnen hatte.
Start mit Deilmann
Bunge und Schindler fanden zueinander und gründeten ihr gemeinsames Unternehmen 1991, parallel zum beginnenden Bauboom der Kreuzfahrt-Branche. Schindler verfügte bereits über sehr gute Kontakte mit dem Reeder Peter Deilmann in Neustadt/Holstein. So
erhielt die junge Firma noch im gleichen Jahr den Auftrag, das neue Flusskreuzfahrtschiff PRINZESSIN VON PREUSSEN einzurichten. Peter Deilmann war sehr zufrieden, weswegen Partner Ship Design direkt darauf den Anschlussauftrag für die PRINCESS DE PROVENCE erhielt. Das Team hatte inzwischen eine beachtliche Reihe Kreuzfahrtschiffe ausgestattet, die heute auf allen Weltmeeren unterwegs sind. In einigen Fällen stammt nicht nur die Inneneinrichtung von Partner Ship Design, sondern auch das Design von Rumpf und Aufbauten. Seit 1991 haben die beiden Unternehmer ihren Stempel auf eine beeindruckende Reihe von Schiffen gedrückt. Zu den Auftraggebern gehören neben Deilmann die Norwegische Hurtigruten, P & O Cruises, Sea Cloud, Quark Expeditions und auch private Yachten, sowie die Fährgesellschaften Superfast und Birka Cruises. Bei Partner Ship Design
arbeiten 25 diplomierte Architekten, Innenarchitekten und Designer.
Man muss ein Tausendfüßler sein
„Jeder Tag ist eine neue Herausforderung,“ erzählt Kai Bunge. „Das eine Mal erhalten wir komplette, fertige Bauzeichnungen, wo man als Innenarchitekt kaum noch Spielraum hat. Andererseits kam 1998 ein Reeder auf uns zu und gab nur an, welche Tonnage sein neues Schiff maximal haben dürfte und für wieviel Passagiere es geeignet sein müsse. Mit diese Eckdaten gingen wir dann an die Arbeit. Du musst ganz viele Aspekte berücksichtigen. Mit Feuerschutztüren haben wir weniger Probleme als mit den wasserdichten Schotts, denn letztere hängen eng mit der Stabilität des Schiffes zusammen. Du musst wissen, welche Fluchtwege vorgeschrieben sind und wie viele Rettungsboote. Wir müssen fast alles vom Schiffbau wissen. Wenn der
Entwurf fertig ist, kommen letztendlich die Schiffbauspezialisten dazu, und dann darf es natürlich nicht passieren, dass unsere Pläne nicht zu realisieren sind. Andersherum gilt dies auch für Konstrukteure, die erst später die Innenarchitekten bei den Entwürfen mit einbeziehen.“ Ein „nasser Innenarchitekt“ muss auf vielen Beinen stehen, sozusagen ein Tausendfüßler sein und nicht nur seinen eigenen Beruf beherschen. Er muss alles wissen – von Schiffskonstruktionen, Solas- und IMO-Vorschriften. Wichtig sind auch die Kontakte mit Klassifizierungsgesellschaften wie dem Germanischen Lloyd, die Bunge und Schindler mit Rat und Tat unterstützen.
Auch die Gestaltung des Theaters gehört zum Bereich des Innenarchitekten, weswegen er auch Hintergrundwissen aus der Theater- und Bühnentechnik benötigt. Viele Schiffe haben ein
Erste Pläne für den Querschnitt der Sphinx-Klasse von AIDA...
... wo ein drei Decks hohes Theatrium als besonderes Designmerkmal gefordert ist
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