wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung zusammen mit Schwerpunktfächern der Kreuzfahrtindustrie geboten, welche es manchmal hart zu erkämpfen galt.
Als Voraussetzung für dieses Studium gelten eine Fachhochschulreife sowie gute Fremdsprachenkenntnisse in Englisch auf C1-Niveau. Dies muss durch offizielle Zertifizierungen wie dem TOEFL-Test (Test of English as a Foreign Language) oder gleichwertigen Tests nachgewiesen werden.
Die praktische Orientierung des Studienganges war eigentlich der Höhepunkt des Ganzen. Nach zwei Jahren Studium ging es raus in die weite Welt der Kreuzfahrtindustrie. Sinn und Zweck war es, das Leben an Bord einmal auf eigene Faust kennen zu lernen und zu verstehen. Besonders, wenn man später in der Branche tätig sein wollte und diese auch bewarb, sollte man das „Produkt“ kennen, über das man sprach. Daher wählten viele der Studenten den Weg eines Praktikums an Bord z.B. in der Position eines Reiseleiters. Oft gab es den einen oder anderen Neider, wenn man davon sprach, dass man gerade durch den halben Pazifik und die Karibik geschippert sei. Manch einer hatte auch das Glück, alle erdenklichen Bereiche an Bord zu durchleben wie z.B. die Brücke, den Waschsalon, die Küche oder auch das Housekeeping. Gerade jedoch im Bereich der Reiseleitung fanden unsere Studenten ihren Platz.
Nach der Rückkehr hieß es dann noch ein Jahr weiter zu studieren und seinen hoffentlich guten Abschluss als Bachelor of Arts zu erreichen. Mit genügend gesammelten Credit Points nach vier Jahren ermöglicht die längere Version das Aufnehmen eines Master-Studienganges in England oder den USA. Hier ist die Dauer auf nur ein Jahr beschränkt und verhilft zu einem schnelleren Aufnehmen der Berufstätigkeit.
Zu Beginn des Studiums wurden wir noch gefragt, was man denn denke, wohin dieses Schiff, das sich „Studium“ schimpft, wohl fahre. Die Antwort „Kapitän“, war definitiv falsch. Und Barkeeper natürlich ebenso. Wir zählten zu den Zehnkämpfern unter den Studierenden, welche gleich mehrere Disziplinen beherrschen mussten. Die Ausbildung galt vor allem den Jobs an Land, um die Fäden, die das ganze Urlaubssystem „Kreuzfahrt“ umspinnen,
Jedes Jahr ist die Anzahl der Studiengangsplätze auf 40 begrenzt, wobei die Kandidaten für beide Kurse gleichzeitig angenommen werden. Dies garantiert, dass die Studenten eine gute Betreuung durch die Professoren genießen können und außerdem selbst wählen können, welcher Weg für sie und ihre Zukunft der bessere ist. Interessenten werden hauptsächlich nach Bestnoten ausgesucht.
zu lenken. Genau diese Richtung haben auch die meisten der Absolventen eingeschlagen: Viele arbeiten inzwischen bei deutschen oder ausländischen Reedereien, Kreuzfahrtagenturen oder -veranstaltern. Den einen oder anderen hat es jedoch sogar wieder an Bord verschlagen, um noch mehr von der großen weiten Welt zu entdecken. Diesmal nicht mehr als Praktikant, versteht sich. Einige haben aber auch einen ganz anderen Weg gewählt und arbeiten bei Banken, in der Unternehmensberatung oder haben das Studium mit einem Master verlängert.