Liebe Leser des Schiffsreisen-Magazins, Kreuzfahrtfreunde und Schiffsliebhaber,
hoffentlich geht alles glatt, keine Unfälle, nicht zu viel Seegang, und bitte auch keine Grippe- oder Magen-Darm-Epidemie an Bord – mit diesen Gedanken haben Sie gewiss auch schon mal Ihre Koffer gepackt. Diejenigen, die auf Veranstalterseite damit zu tun haben, sind zwar Profis, aber bisweilen entfährt auch ihnen solch ein Stoßgebet.
Wer aber hätte gedacht, dass es ein Naturereignis geben kann, das weit entfernt und ohne für uns körperlich spürbare Auswirkungen stattfindet, das aber mindestens für eine Woche den gesamten Flugverkehr lahm legt und womöglich als latentes Risiko den ganzen Sommer über fortbesteht? Es ist fast wie in einem wirklich guten Science-Fiction-Roman. Das sind meiner Ansicht nach die, wo gegenüber der Wirklichkeit nur ein Detail geändert wird – und der Zuschauer fasziniert und verblüfft sieht, welche ungeahnten Auswirkungen das hat. Das erleben wir gerade in der Realität.
Zwar hat das nicht zur Folge, dass wie im Katastrophenfilm ein Ameisenhaufen von verschreckten Menschen um sein Leben rennt, aber die Ameisen sind als Vergleich gar nicht so schlecht, verursacht doch die veränderte Situation (man erinnere sich: Nicht fliegen zu können war vor gut hundert Jahren noch selbstverständlich!) einen kaum vorstellbaren Aufwand an Mehrarbeit. Bei den Veranstaltern muss zunächst festgestellt werden, welche Schiffe, welche Abfahrts- und Ankunftstermine und welche einzelnen Passagiere davon betroffen sein können. Hier hat TUI-Cruises sofort richtig gehandelt: Die Erkenntnis, dass ein Passagieraustausch auf Mallorca denkbar schlecht ohne Flugzeug zu machen ist, hat zur Umroutung des Schiffes nach Genua