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Newcastle – für deutsche Touristen ist die Provinz-Hauptstadt in Englands Mittelosten Ausgangspunkt für Reisen in die Umgebung: ins historische Universitätsstädtchen Durham, zum Museumshafen von Hartlepool oder dem Hadrians-Wall. Zahlreiche andere Besucher haben gar nicht England, sondern das nahe Schottland zum Ziel. Seit der Indienststellung der KING OF SCANDINAVIA haben aber auch dreitägige Mini-Cruises einen ganz besonderen Reiz.
„Königliches“ Schiff
Die meisten Könige werden erst im Erwachsenenalter gekrönt. So auch die KING OF SCANDINAVIA. Ehe der in der DFDS-Flotte junge Spross royalen Freuden entgegensah, hatte er bereits zwanzig Dienstjahre als VAL DE LOIRE auf dem Buckel. Gleichwohl tut die Krönung der einst französischen Schiffslady zum skandinavischen König der Flotte von DFDS durchaus gut.
Erfahrene Passagiere erleben ein überaus gepflegtes Schiff, das zu ihrer Überraschung ein wenig vom Interieur bekannter DFDS-Fähren abweicht. Der französische Einschlag ist unverkennbar, und der Blick auf die überaus geschmackvollen Bilder an den Wänden lässt die leise Hoffnung aufkeimen, dass sich die von DFDS angekündigte Totalrenovierung im nächsten Jahr noch etwas hinziehen möge. Zumindest für echte Schiffsliebhaber hat sich die Passage ob der einmalig schönen Modelle (Maßstab 1:100) von QUEEN
MARY, BREMEN, LIBERTÉ und FRANCE schon gelohnt, die als Blickfang in den großzügigen Foyers stehen. In Vitrinen und Wandrahmen erinnern antikes Navigationsbesteck und historische Logbuchauszüge an die christliche Seefahrt vergangener Tage.
Leinen los!
Ijmuiden verschwindet achteraus; die KING OF SCANDINAVIA hat sich mit der Kraft eigener Seitenstrahlruder aus dem engen Hafen gekämpft. Der Blick auf die Außendecks, an denen der vierwöchige Werftaufenthalt spurlos vorübergegangen ist, hinterlässt weniger gute Eindrücke. Der stumme Schrei nach Farbe und Rostschutz ist unverkennbar. Dennoch freut man sich über die offene Seitenpromenade und die vielen einzelnen, durch Treppen verbun-
denen Decks, die noch Tuchfühlung mit den Naturelementen zulassen.
15 Stunden braucht die KING OF SCANDINAVIA, um mit west-nordwestlichem Kurs die Tyne-Mündung zu erreichen. Die Hinfahrt freut die Passagiere, die durch die Zeitverschiebung eine Stunde geschenkt bekommen. Da bleibt genug Zeit, um in der Show-Lounge (eine klassische, ein Deck hohe Lounge mit Tanzparkett) die professionell gestaltete Tanzshow zu genießen. Ein 15köpfiges Entertainment-Team geht stets mit auf die Reise. Zwei kurze Blöcke von je zwanzig Minuten und ein wenig Animation füllen den Abend, der hier um 22.00 Uhr beginnt, wenn die Bordshops schließen. Für viele Passagiere geht’s anschließend ins neu eingebaute Casino oder in die Disco nebenan.
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