Schiffsreisen-Logo
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Copyright: Daniela Rall
Moin Moin!
Neue Geschichten für Euch! Ich weiß ja nicht, wie oft Ihr so unterwegs wart auf See, aber ich hab ganz schön viel erlebt. Soll ich mal erzählen...?
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Also, Ihr werdet’s nicht glauben. Da les in der Zeitung die Überschrift: Tödliche Zäpfchen. Und denk natürlich an einen Arzneimittelskandal. Aber weit gefehlt. Die Security-Mitarbeiter am Flughafen und wohl auch am Hafen haben ein Problem: Es gibt Sprengsätze in Zäpfchenform, die passen – ja, genau da rein. Und können per Handy gezündet werden. Jetzt will man das Telefonieren per Handy verbieten, anstatt es langsam zu erlauben. Denn dahin ging ja der Trend. Na gut, das lässt sich ja noch mit bordeigenen Telefonen (gewinnbringend) regeln. Außerdem will man die Passagiere schon direkt nach der Buchung überprüfen. Hm, wie das geht? Wie bei der Kreditvergabe durch Warenhausbanken: Name, Beruf, Nationalität, nicht zuletzt die Wohngegend entscheiden dann. Wenn Ihr dann einen Namen habt, der auf –vic oder –ski endet, in einem Wohnblock wohnt und in der Spielhölle jobbt, dann fliegt Ihr schon mal gar nicht mit. Aber erst mal wär ja die Frage, wie man kurzfristig reagiert. Wenn die Dinger mit einem herkömmlichen Metalldetektor nicht zu finden sind, was machen wir dann? Massenröntgen am Flughafen?
Nö, geht nicht. Aber schließlich... weiß doch wohl jeder, wie eine proktologische Untersuchung funktioniert, oder? Und arbeitslose Ärzte gibt’s genug. Oder – mir fällt da ein echter Hamburger Jung vom Kiez mit ziemlich eindeutigen Neigungen ein. Der begibt sich regelmäßig zu entsprechenden Untersuchungen. Und freut sich, wie er vorher gern sagt, immer schon auf die „große Hafenrundfahrt“. Die kreisenden Bewegungen des Zeigefingers erklären den Rest. Man könnte ja mal fragen, ob er die auch bei zweitausend Passagieren im Terminal am Grasbrook-Kai durchführen kann...
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Also, Ihr werdet’s nicht glauben. Ich hab einen Freund, der ist Journalist. Beim Schiffsreisen-Magazin. Ach, das wisst Ihr ja. Pardon. Also, der hat mir erzählt, dass er von TUI-Cruises viele Pressemeldungen kriegt. Ist ja klar, die müssen ihren Kahn ja auch mal füllen, und freundliche Berichterstattung in der Zeitung über eine ganze Seite ist allemal besser und billiger als eine bezahlte Anzeige von ’ner Viertelseite. Aber das Witzige ist: Kaum sind mal zwei dieser Meldungen von ein- und derselben Mitarbeiterin unterschrieben. Jedesmal ’ne Neue. Klar, aufsteigendes Unternehmen, das wächst, könnte man denken. Nur: Die Flotte wächst nicht mit. Ein Schiff bisher. Unverändert. Aber eine neue Mitarbeiterin für jede Pressemeldung? Kommen die nur für diesen einen Kurztext? So’ne Art Zeitarbeit für 15 Minuten? Oder was machen die da? „Wie viele sind es denn inzwischen?“ hab ich meinen Freund
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