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„Buon Giorno!“ Die Reederei Costa ist international geworden. Aber gerade das fördert das Traditionsbewusstsein – nicht nur auf einer Reise ins Stammland des 60 Jahre alten italienischen Unternehmens. Und so begrüßt auch der
Steward von den Philippinen seine Passagiere auf Italienisch, während er neben überbackenen Tomaten auch gewaltige Portionen Ham and Eggs an den Frühstückstisch bringt. Der steht auf Deck unter italienischer Sonne, und durch die Scheiben des Windschutzes scheint undeutlich eine Großstadtkulisse im Morgendunst: Bella Napoli. Reisende aus Österreich und Deutschland verfallen den Erinnerungen an Rudi Schuricke und starten per Boot nach Capri.
„Prego, prego!“ schreien die italienischen Bootsleute, die das Monopol auf die Touren zur Blauen Grotte haben. Für die Burschen ist das hier knallhartes Geschäft, und die Passagiere merken rasch, was sie an ihrer geradezu
liebevollen Schiffsbesatzung auf der COSTA CONCORDIA haben. Der Wechsel in eine kleine Schaluppe findet direkt vor der Grotte „auf See“ statt und vermittelt einen Hauch von Schiffbrüchigen-Romantik. Vier Personen, bitte auf dem Boden Platz nehmen, sonst hat der Kopf unter der niedrigen Einfahrt keine Chance! Geschickt wartet der kleine Italiener auf ein Wellental, dann spült er mit einem Ruderschlag das Boot in die Grotte. Das unwirkliche Türkis, das sonst an den Himmel gehört, strahlt von unten und trägt insgesamt fünf Boote in die niedrige Höhle. De facto neunzig, gefühlt nur zehn Sekunden verweilt man darin. Für den Bootsmann, der seinen Trinkgeldanspruch schon beim Einsteigen angemeldet hat, immerhin
Palermo: Ausflug nach Monreale
So sieht der Schiffsmaler die COSTA CONCORDIA
Costa-Schornstein der 60er als Türgriff
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