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ins Blaue für Schnapsdrosseln, keine Hundekreuzfahrt zu den Seehundbänken und keine Spargelkreuzfahrt im September.
Aber solche Prozeduren mussten schon die Ankömmlinge auf der alten QUEEN MARY über sich ergehen lassen, und offenbar hatte das sogar seinen Sinn. Nachzulesen in John Maxtone-Grahams genialem Buch „The Only Way To Cross”. Und da gab es findige Köpfe. Die versteckten Edelsteine hinter der Wandvertäfelung und holten sie erst am Tag nach dem Einlaufen des Schiffes ab, weil dann keine Kontrolle mehr war. Oder am Abreisetag, denn da ging gewöhnlich niemand mehr von Bord. Aber es kam eine Blaskapelle zum Abschied. Und immer beim letzten Weg über die Gangway war das Instrument des Posaunisten gut gefüllt mit Schmuggelware. So macht man das! Ich glaub kaum, dass heutige Kreuzfahrer auf solche Spitzfindigkeiten kommen. Und, ehrlich gesagt, amerikanische
Zollbeamte auch nicht. Wenn sie ja wenigstens noch nach EHEC oder dergleichen suchen würden - ich könnt"s ja verstehen. Apropos: Da ist doch die QUEEN MARY 2 jüngst glatt durch den Gesundheits-Check gerasselt! Das kann ich nun verstehen, denn ich habe an Bord auch schon... Aber lassen wir das. Wie hat es da nur unsere gute, alte MONA LISA einst fertiggebracht, beim ersten Besuch aus dem Stand 95 von 100 Punkten für Hygiene zu kassieren? Verkehrte Welt, sagen Sie? Find ich auch...
Und zu guter Letzt...
... hab’ ich doch sehr gelacht, als der Anker im Magdalenenfjord fiel, und ich von der Reling den Ruf hörte, sofort mal zu kommen und zu schauen, es wären sooo viele Pinguine an Land... Auf Spitzbergen? Pinguine?? Ein Fernglas brachte dann die Aufklärung: Es waren die Passagiere von der ASTOR. Die war nämlich schon ein bisschen früher da... und hatte schon ausgebootet. Schade eigentlich.
Also, Ihr werdet’s nicht glauben. Da bietet doch Royal Caribbean jetzt wieder Brückenführungen an! Ich denk’, das geht nicht mehr, seit ISPS die neue Religion des seefahrenden Volkes ist? Jedenfalls nicht bei US-Reedereien? Geht aber doch, jedenfalls dann, wenn genug Bares fließt. Um genau zu sein: 150 Euro. Die muss man dem Steward heimlich zustecken, denkt Ihr? Nein, weit gefehlt – ganz offizielles Angebot! Sogar als Paket mit Küche und Maschinenkontrollraum. Da wird nicht nur bei den zusätzlichen Freizeitangeboten ordentlich abgezockt, nein – bald kommt die Gangway-Benutzungsgebühr, ein paar Dollars für die Bettwäsche, und schließlich auch noch Fahrkarten fürs Tenderboot. Lieber Himmel, was haben wir uns bei Festival
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Also, Ihr werdet’s nicht glauben. Die Grenze zu den USA, und selbst, wenn es deren Waterkant ist, sorgt doch immer wieder für Spaß. Da wurde an der Westküste ein Kreuzfahrtschiff sieben Stunden von Zoll & Co. gefilzt! Just so lange, wie eigentlich für Ausflüge vorgesehen war. Und zwar nicht an Bord, sondern in einer ungemütlichen Bürokratie-Schleuse im Hafengebäude. Und als einer sich unerfreut geäußert hat, da hat’s noch länger gedauert. Kinder, Kinder! Vielleicht könnte man auch daraus eine Themenkreuzfahrt machen – für angehende Zollbeamte?
Kreuzfahrten damals aufgeregt, als die Brückenbesichtigung 6,99 Euro kosten sollte! Und ahnten doch nicht, was noch alles auf uns zu käme...! Immer noch nicht erklärt ist, wie man mit 150 Dollar pro Person die ISPS-Vorschriften umgehen kann. Macht sich der Veranstalter nun strafbar, wenn man ihn nur hoch genug besticht? Oder teilt er mit den Aufsichtsbehörden? Oder hatte er gar in weiser Voraussicht schon seine Finger im Spiel, als diese Vorschriften einst... Aber nein, das glaube ich ja nun doch nicht. Ihr etwa?
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