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Früher wähnten die Abenteurer, die sich aufmachten nach „Westindien“, die Karibik voller verborgener Schätze. Heute sind auf Inseln, wo nicht selten 10 000 Kreuzfahrer gleichzeitig an Land gehen, originale „Schätze“ selten. Umso schöner, wenn ein aufmerksamer Leser des Schiffsreisen-Magazins uns einen solchen überlässt.
Besonders Heinrich Hausers Schwärmereien und Erlebnisse zeichnen das Bild eines Seemannes, der sich freut, deutschen Produkten im Ausland zu begegnen, jedoch kubanische Zigarren und Rum aus Jamaika in der Heimat genauso schätzt. Er kommt damit der Tugend der Hapag und des Norddeutschen Lloyd, braune Sprenkel
Sehnsucht nach Westindien
Bernd Rier fand im Antiquariat der Bücherstadt Langenberg „Das Hapagbuch von der Seefahrt“ (1936), herausgegeben von Hans Leip, den man als Dichter der Liedzeilen „Lili Marleen“ kennt und schätzt. Zwei Geschichten, die sich um das beliebte Kreuzfahrt-Revier drehen, möchten wir Ihnen nicht vorenthalten.
Lesen Sie selbst.
möglichst abzuwenden vom Bordalltag, recht nahe. Erster Offizier Gustav Schröder erzählt vom Bordfest, und der erste Eindruck, den man mitnehmen darf, ist der: So viel hat sich gar nicht verändert in 75 Jahren von Hapags Kreuzfahrtgeschichte.
von Heinrich Hauser
„Westindien“ – klingt das nicht weich und lockend wie Wellenmurmeln an den Flanken eines Seglers im südlichen Meer? Vom Duft der Gewürze, von sagenhaftem Reichtum, von Kämpfen und Abenteuern war von jeher der Raum rund um das Karibische Meer für uns umwittert.
Wir denken: „Westindien“ und sehen wie in einer Vision die Karavellen des Kolumbus in der Dünung des Atlantik taumeln. Ja, Westindien war die erste
große Entdeckung Europas, die den „orbis terrarum“ der Antike sprengte. Wir sehen Indianer in leuchtenden Federkleidern und gepanzerte Conquistadoren mit harten Gesichtern einander gegenüberstehen. Der Indianerhäuptling kniet und küsst das Kreuz, das der Priester ihm entgegenhält – Symbol der Unterwerfung. Aber zuvor haben Kriege gewütet. Fabelwesen (Pferde) und eiserne Männer, Arkebusen und Kanonen haben Schrecken verbreitet, wie das Ferdinand Cortez und andere ihren Königen berichtet haben.
Ausreise in die Karibik
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