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„Ein Kreuzfahrt-Schiff kann notfalls ohne Kapitän fahren, aber nicht ohne Koch“, so lautet der gern gegebene, scherzhafte Kommentar, wenn der Weißbemützte mal wieder den größten Passagierapplaus einsammelt. Was die meisten Restaurantgäste nicht wissen, ist, dass der Küchenchef einen ebenso wichtigen Konterpart hat, ohne den sein Handwerk nicht gelingen kann: den so genannten Food & Beverage Manager, also denjenigen, der für Beschaffung und Bevorratung von Speisen und Getränken verantwortlich ist. Dass die Menüs und Cocktails nur so gut sein können wie die Zutaten, liegt auf der Hand.
An Bord der ASTOR hat Wolfgang Alfons vom Catering-Unternehmen Gsell & Partner diese Position während der Weltreise innegehabt und wünscht sich, nach seinem Urlaub auf die ASTOR zurückzukehren. Damit ist er eines von vielen Crew-Mitgliedern, die sich auf der ASTOR wohl fühlen, und für den einen oder anderen ist der erfahrene Gastronomie-Fachmann zu einer Art Vaterfigur geworden. Auf einer Weltreise dabei zu sein, war sein ausdrücklicher Wunsch. Wolfgang Alfons fuhr bis 2006 auf Hochseeschiffen, „dann bin i abgsoff’n“, sagt er in bester Wiener Mundart und
meint damit das Unglück der SEA DIAMOND in der Bucht von Santorin 2006, wo er an Bord war.
Manche Geheimnisse versteht man erst, wenn man sich länger dem netten österreichischen Plauderton anvertraut. Zum Beispiel, warum es auf der Weltreise einige Tage kein Kölsch gab. „Wir hatten einen Gast, der trank am Tag 26 Flaschen – darauf kann die beste Kalkulation nicht vorbereitet sein!“ Wolfgang Alfons hatte keine Chance, rechtzeitig zu reagieren: „Wenn ich Hellseher wäre, hätte ich einen anderen Job...“ Der F&B-Manager erfuhr am eigenen Leib, dass es nicht nur auf Hawaii kein Bier gibt, sondern dass Kölsch in der benötigten Menge Mangelware ist auf der ganzen Strecke zwischen Acapulco und Australien. Einige Zeit reiste der georderte Kühlcontainer, dessen Frachtschiff Verspätung hatte, immer einige Tage hinter der ASTOR her.
Auf viele Besonderheiten kann und will sich Wolfgang Alfons mit seinem Team
gerne einstellen. „Nicht nur, dass in warmen Fahrtgebieten ganz einfach andere Speisen verlangt werden als am
Wolfgang Alfons, F&B-Manager
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