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Vor einem Jahr verließ sie die Lloyd-Werft und wurde dem staunenden Publikum vorgestellt. Dabei bezog sich die Verwunderung nur zur Hälfte auf die Neuerungen und Anpassungen in der Werft, der andere Teil galt unfertigen Suiten sowie nicht funktionierenden Sanitär- und Klimasystemen. Eines jedoch konnte auch der Besucher an der
Bremerhavener Columbuskaje, dessen erste Enttäuschung man gut verstehen kann, sofort erkennen: eine neue, motivierte Mannschaft, die bereit schien, alles Menschenmögliche für das Schiff und seinen Erfolg zu tun.
Spart man sich die Unterscheidung zwischen ASTOR I (der heutigen
SAGA PEARL II) und ASTOR II (der jetzigen ASTOR), dann gab es diesen Geist an Bord schon einmal. Wir erinnern uns: Von der Philosophie her hat es sage und schreibe sieben ASTORs zuvor gegeben. Angefangen hat’s mit dem als HAMMONIA geplanten Neubau für die Hamburger HADAG, die vom Geldgeber Reemtsma zur ASTOR (benannt nach seiner Zigarettenmarke und mit einem Schornstein versehen, der an eine offene Zigarettenschachtel erinnern sollte) umgekrempelt wurde. Sie hatte es nicht leicht: Ohne Vorgängerin sollte sie gegen die fast zeitgleich ausgelieferte EUROPA V bestehen. Wirtschaftlich gelang ihr das nicht, aber der Pioniergeist, der ihr innewohnte, hat sie bis heute unvergesslich gemacht – ihren Slogan „Eine Klasse für sich“ hat sie
bravourös mit Leben gefüllt. Es folgen eine kurze Phase als südafrikanisches Kreuzfahrtschiff, eine lange als FDGB-Ferienschiff und eine als ASTORIA bei Transocean in Bremen. Die jetzige ASTOR startete als getarnte Südafrikanerin (die weltweiten Proteste gegen Produkte aus dem Apartheidsstaat ließen das angeraten erscheinen), fuhr weiter als sowjetische FEDOR DOSTOJEWSKIY und wechselte 1996 nach Bremen, nunmehr schon unter der Flagge der alten Transocean. Hier etablierte sie eine treue Fangemeinde, ging jährlich auf Weltreise, war Schauplatz mehrerer TV-Reportagen, wurde gar von einem allzu gnädig gestimmten Douglas Ward mit vier Sternen bewertet, die sie de facto niemals hatte. Dazu hielt sich eines an Bord zu hartnäckig: der sozialistische
Traditionsname seit 30 Jahren
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